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Anschlüsse

Power Delivery

Kurz erklärt: Power Delivery (USB PD) ist ein Ladeprotokoll, das USB-C-Geräte und Netzteile die Spannung und Stromstärke aushandeln lässt, mit bis zu 100 Watt oder, seit PD 3.1, bis zu 240 Watt.

Früher hing am Notebook ein Rundstecker, der genau zu einem Gerät passte. Mit Power Delivery sprechen Ladegerät und Gerät miteinander und einigen sich auf ein Profil. Mögliche Spannungen sind 5, 9, 15 und 20 Volt, in der erweiterten Fassung auch 28, 36 und 48 Volt. Daraus ergeben sich Leistungen bis 240 Watt.

Verhandlung statt Festwert

Ein Netzteil meldet seine Fähigkeiten, das Notebook wählt davon das passende Profil. Passt nichts, lädt es mit dem Minimum von 5 Volt oder gar nicht. Genau das erklärt, warum ein Handy-Ladegerät am Notebook nur „langsam“ lädt: Es bietet bei 20 Volt nicht genug Strom.

Wichtig für Dell-Geräte

  • Viele Dell-Notebooks laden über USB-C mit 65 Watt; leistungsstarke Modelle benötigen 90 oder 130 Watt.
  • Reicht die Leistung nicht, zeigt Windows an, dass ein langsames Ladegerät benutzt wird, oder der Akku entlädt sich trotz Netzteil unter Last.
  • Dell-Dockingstationen liefern oft 90 Watt weiter ans Gerät.

Kabel und Sicherheit

Für mehr als 60 Watt braucht das Kabel einen Chip („E-Marker“), der die Eignung meldet. Das schützt vor überhitzten Leitungen. Kauft man Ersatznetzteile, sollten sie PD-zertifiziert und mit der Wattzahl des Originals oder höher ausgestattet sein. Die Leistung des Netzteils wird nur so weit genutzt, wie das Gerät fordert; ein stärkeres Netzteil schadet nicht.

Gerade Reisende profitieren davon: Ein einziges 65-Watt-Ladegerät mit PD lädt Notebook, Handy und Kopfhörer, ohne dass ein Spezialnetzteil mitgeführt werden muss. Zu beachten bleibt, dass die Leistung geteilt wird, sobald mehrere Ports belegt sind, was auf dem Ladegerät meist aufgedruckt steht.

Quelle: USB Implementers Forum: USB Power Delivery · Stand: Oktober 2026