Kurz erklärt: Ein Firmware-Update ersetzt die fest im Gerät gespeicherte Steuersoftware von Mainboard, SSD, Dock oder Monitor durch eine neuere Version, die Fehler behebt und Sicherheitslücken schließt.
Firmware liegt nicht auf der Festplatte, sondern in einem Flash-Speicher des Bauteils selbst. Sie bestimmt, wie sich das Teil auf unterster Ebene verhält. Hersteller veröffentlichen Aktualisierungen, um Fehler zu beheben, die Kompatibilität mit neuer Hardware zu verbessern oder Schwachstellen zu schließen.
Was bei Dell alles Firmware hat
- BIOS beziehungsweise UEFI des Mainboards
- Thunderbolt-Controller und Docking-Stationen
- SSD- und Embedded-Controller
- TPM sowie Monitore mit USB-Hub
Wie man sicher aktualisiert
Dell bündelt viele Updates in Dell Command Update und in SupportAssist; über Windows Update kommen mittlerweile ebenfalls Firmware-Pakete an. Manuell lädt man die Datei von der Supportseite zum Service-Tag herunter und startet sie unter Windows oder über das Flash-Update im Boot-Menü.
Wichtig sind drei Regeln: Netzteil anschließen, den Akku ausreichend laden, und während der Installation nichts unterbrechen. Das Gerät startet dabei mehrfach neu, der Bildschirm bleibt zeitweise dunkel. Ein Abbruch kann das Gerät unbrauchbar machen.
Vor dem Update bedenken
BitLocker kann danach den Wiederherstellungsschlüssel verlangen, daher vorher den Schutz anhalten. Ein Downgrade auf eine ältere Version ist nicht immer erlaubt, besonders wenn sie Sicherheitslücken enthält. Läuft das Gerät stabil und die Release-Notizen nennen keinen relevanten Fehler, ist Eile nicht nötig, doch Sicherheitsupdates sollte man nicht aufschieben.
Für Firmen empfiehlt sich ein gestaffeltes Vorgehen: zunächst wenige Pilotgeräte aktualisieren, Verhalten beobachten, danach die Flotte nachziehen. Dell stellt für größere Umgebungen Kataloge bereit, die sich in Verwaltungswerkzeuge einbinden lassen und das Einspielen zu vorgegebenen Zeiten automatisieren.
Quelle: Dell Support: BIOS-Updates und Firmware · Stand: Oktober 2026