Kurz erklärt: MST (Multi-Stream Transport) erlaubt es, über einen einzigen DisplayPort-Anschluss mehrere Monitore anzusteuern, entweder per Daisy-Chain oder über einen MST-Hub.
Normalerweise liefert ein DisplayPort-Ausgang einen Bildstrom an einen Monitor. Mit der Technik Multi-Stream Transport, eingeführt mit DisplayPort 1.2, kann die Verbindung mehrere unabhängige Datenströme tragen, jeden für einen eigenen Bildschirm. Das Notebook sieht dann zwei oder drei Anzeigen, obwohl nur ein Kabel angeschlossen ist.
Zwei Wege zu mehreren Bildern
- Daisy-Chain: Monitor 1 hat einen DisplayPort-Ausgang und reicht das Signal an Monitor 2 weiter. Dell bietet dies bei vielen UltraSharp-Modellen an.
- MST-Hub: Ein Verteiler teilt den Strom auf mehrere Ausgänge.
Grenzen der Bandbreite
Alle Bildschirme teilen sich die Datenrate der Verbindung. Zwei Monitore mit Full HD und 60 Hz laufen problemlos über DisplayPort 1.2. Zwei 4K-Monitore bei 60 Hz brauchen dagegen mindestens DisplayPort 1.4 oder die Kompression DSC. Zudem muss die Grafikeinheit die Zahl der Ausgänge unterstützen. Windows zeigt gespiegelte oder erweiterte Darstellung an, doch macOS unterstützt MST bei Standard-Hubs nicht und zeigt dort denselben Inhalt mehrfach.
Einrichtung
Im Monitor-Menü muss bei Daisy-Chain die Option MST eingeschaltet sein. Der erste Monitor wird an den Rechner angeschlossen, der zweite an dessen DP-Out. Blieb der zweite Schirm dunkel, hilft ein Kabel mit zertifizierter Länge und ein Neustart beider Geräte. Mit USB-C-Monitoren funktioniert das Verfahren ähnlich über den Alt Mode.
Wichtig für Geräteplaner: Die Zahl möglicher Bildschirme wird nicht nur vom Anschluss, sondern auch vom Grafiktreiber bestimmt. Intel-Grafik unterstützt typischerweise drei bis vier Anzeigen gleichzeitig, AMD und NVIDIA teils mehr. Das Datenblatt der Grafikeinheit nennt die genaue Grenze.
Quelle: VESA: DisplayPort-Standard · Stand: Oktober 2026