Kurz erklärt: NVMe ist ein Protokoll für Flash-Speicher, das SSDs direkt über PCI Express anbindet und dadurch weit höhere Datenraten und niedrigere Latenzen erreicht als SATA.
Das Kürzel steht für Non-Volatile Memory Express. SATA stammt aus der Zeit rotierender Festplatten und ist auf rund 600 MB/s begrenzt. NVMe wurde für Flash-Speicher entworfen und nutzt PCIe-Lanes, die mehrere Gigabyte pro Sekunde transportieren. Außerdem erlaubt das Protokoll sehr viele parallele Warteschlangen, was bei gleichzeitigen Zugriffen hilft.
Generationen und Tempo
- PCIe 3.0 x4: bis etwa 3.500 MB/s
- PCIe 4.0 x4: bis etwa 7.000 MB/s
- PCIe 5.0 x4: bis über 12.000 MB/s
Die Zahlen sind Höchstwerte bei sequentiellem Lesen. Im Alltag zählen eher kleine Zugriffe, und da fällt der Unterschied zwischen den Generationen deutlich kleiner aus.
Bauform und Anschluss
NVMe-SSDs nutzen meist den M.2-Steckplatz, es gibt sie aber auch als Karte oder U.2. Wichtig: Ein M.2-Steckplatz kann entweder SATA oder NVMe unterstützen, manchmal beides. Das Datenblatt des Dell-Modells klärt, welcher Typ passt.
Praxistipps
Hohe Dauerlast erwärmt NVMe-Laufwerke, weshalb sie ihre Leistung drosseln. Ein Kühlkörper oder Wärmeleitpad im Gehäuse mildert das. Beim Austausch der SSD muss Windows neu installiert oder ein Abbild übertragen werden, dabei hilft das Dell Wiederherstellungsmedium. Beim Start fragt das BIOS die Betriebsart ab (AHCI oder RAID On); wechselt man diese nachträglich, bootet Windows eventuell nicht, bis passende Treiber geladen sind.
Beim Klonen einer alten SSD auf ein NVMe-Laufwerk hilft ein Adapter oder ein Klon-Programm, das die Partitionen anpasst. Danach sollte man in der Datenträgerverwaltung prüfen, ob die Partition den neuen Platz nutzt, und im BIOS die Boot-Reihenfolge anpassen, damit das neue Laufwerk zuerst gelesen wird.
Quelle: NVM Express: Spezifikationen · Stand: Oktober 2026